Fliegende Fische

FLIEGENDE FISCHE MÜSSEN INS MEER

Regie: Güzin Kar mit Meret Becker, Barnaby Metschurat, Elisa Schlott
Schweiz/Deutschland 2011| 84 Minuten


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Roberta ist die peinlichste Figur im Universum und die unfähigste Mutter aller Zeiten", so die 15-jährige Nana, die die Vorliebe ihrer Mutter für kurze, unglückliche Liebschaften verurteilt und deshalb deren Rolle im Haus selbst übernommen hat: Sie kümmert sich um die beiden jüngeren Geschwister und verdient als Schleusenwärterin in dem kleinen Ort am Rhein den Lebens unterhalt. Als das Jugendamt damit droht, Roberta das Sorgerecht für die Kinder zu entziehen, schwört diese Besserung und Enthaltsamkeit. Nana, die überzeugt ist, dass ihre Mutter nicht lange abstinent leben kann, macht sich nun selbst auf die Suche nach einem geeigneten Mann für Roberta und einem Stiefvater für sich und ihre Geschwister. Doch dann verliebt sich Nana selbst in den Auserwählten. Erst durch den unglücklichen Ausgang dieser Liebesgeschichte finden Mutter und Tochter zueinander.

Mit sehr viel Humor und Einfühlungsvermögen schildert die Regisseurin Güzin Kar, die u.a. das Drehbuch zu DIE WILDEN HÜHNER schrieb, die Liebesnöte von Mutter und Tochter. Meret Becker glänzt in der Rolle der schrägen und lebensfrohen Mutter, die so gar nicht in die Provinz passen will. Eine große Entdeckung ist die junge Schauspielerin Elisa Schlott als Tochter Nana, die zu früh die Verantwortung für ihre Geschwister übernehmen muss und gleichzeitig ihre erste Liebe erlebt. Für die männliche Hauptrolle konnte die Regisseurin Barnaby Metschurat gewinnen, der gerade mit SATTE FARBEN VOR SCHWARZ im Kino zu sehen ist.

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