NIRGENDLAND

NIRGENDLAND

Regie: Helen Simon
Deutschland 2014 | 72 Minuten


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Tina wurde schon früh eingetrichtert, dass nichts, was in der gutsituierten Familie passiert, nach außen getragen wird. So erleidet sie die Tortur, hält still, als ihr eigener Vater sie in ihrer Kindheit über Jahre hinweg sexuell missbraucht und verdrängt diesen Teil ihres Lebens, vergräbt das Trauma vollständig in ihrem Unterbewusstsein. Tina vergräbt es so tief, dass sie die verzweifelten Signale ihrer Tochter Floh nicht zu interpretieren weiß, als diese unter dem gleichen Täter ebenfalls eine jahrelange Tortur durchleidet. Nach langen Jahren des Schweigens fassen Tina und Floh den Mut und beschließen gemeinsam den Teufelskreis zu durchbrechen: Sie klagen den Täter an. Doch der Täter wird freigesprochen. Tina muss zusehen, wie in ihrer Tochter Floh langsam der verbliebene Lebenswille dahinschwindet.

Tina und Floh nehmen das Publikum mit in die Tiefe eines unerträglichen Traumas, wo nichts mehr so ist, wie es sein sollte. Gefangen in den Strukturen einer destruktiven Familie und vollkommen auf sich alleine gestellt, beginnen Mutter und Tochter einen Kampf um ihre Freiheit, ein Kampf um ihr Leben, einen Kampf, um das Eis zu brechen, unter dem eine Gesellschaft gleichgültig und stumm geworden ist.

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